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Dass sie heuer die komplette Vorbereitung bestreiten konnte, war für die Sportlerin vom SC Bezau keine Selbstverständlichkeit. „Das war eigentlich schon ein kleiner Sieg für mich, weil ich halbwegs schmerzfrei Ski fahre. Umso besser, wenn es so funktioniert wie heute“, freute sich Kappaurer in Sestriere. Narben, so heißt es, sind die sichtbaren Spuren des Lebens. Bei Elisabeth Kappaurer sind es Spuren ihrer Skirennsportkarriere.
Ski-Austria-Lady
Es sollte ihr letztes Rennen gewesen sein, denn im Januar musste sich Kappaurer einer weiteren Operation unterziehen und kehrte nicht mehr rennmäßig auf die Piste zurück. Es ist ein Karriereende, welches nicht gänzlich überraschend kommt. Skifahren war schließlich immer meine große Leidenschaft und wird es auch immer bleiben“, wird Kappaurer in einer Medienmitteilung des ÖSV zitiert.
- "Es war ein brutaler Fight von oben bis unten. Mir hat es getaugt, es war schwer, aber jetzt kann ich umso mehr strahlen."
- Die Österreicherinnen blieben weit hinter den Erwartungen zurück, lediglich Elisabeth Kappaurer zeigte nach schweren Verletzungen mit dem 14.
- Die immer wieder von Verletzungen geplagte 31-jährige Bezauerin betonte in einer Aussendung des ÖSV, dass es Zeit sei, „auf die Signale meines Körpers zu hören und ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen“.
- Bezau Skirennläuferin Elisabeth Kappaurer musste in den letzten Jahren einige Rückschläge wegstecken.
- Beim Riesentorlauf der Herren in Val d’Isere kam der Vorarlberger Patrick Feurstein auf Platz 21.
Ski-Ass erklärt sofortigen Rücktritt
Zwar klappte es für „Lisi“ in Narvik am Montag (noch) nicht mit dem zweiten EC-Sieg nach März 2017, sie musste sich beim Finale aber nur Teamkollegin Michaela Heider um geschlagen geben. Auf Gesamtsiegerin Hilma Loevblom (Sd) — die in Narvik bereits im ersten Durchgang ausgefallen war — fehlten der Head-Pilotin am Ende gerade einmal elisabeth-kappaurer.at 36 Punkte. In den neun Riesentorläufen dieses Europacupwinters fuhr Elisabeth Kappaurer gleich sechsmal aufs Podest.
Am kommenden Dienstag wird sich die Head-Pilotin beim Riesentorlauf in Lienz erstmals nach exakt 1390 Tagen wieder aus einem Weltcup-Starthaus katapultieren. Auf dem ersten Schnappschuss ist Kappaurer zu sehen, wie sie als kleines Kind in einem dicken Schneeanzug auf einer verschneiten Straße steht, Skistöcke und bunte Kinderski im Arm. Die österreichische Skirennläuferin trägt eine warme Mütze mit Bommel und lächelt fröhlich in die Kamera – ein Moment voller Kindheitserinnerungen und Freude am Wintersport. Weitere Bilder zeigen sie mit Teamkolleginnen in Aktion, aber auch im Krankenhaus nach Verletzungen. Elisabeth Kappaurer hat sich am Sonntag bei ihrem Sturz im Weltcup-Super-G von Val d’Isere eine Fraktur des Dornfortsatzes der Elle zugezogen.
ÖSV-Frau steht vor der Rückkehr in den Weltcup
„Während der letzten Reha-Phase habe ich gemerkt, dass ich körperlich nicht mehr das höchste Niveau erreiche, das nötig ist, um vorne mitmischen zu können“, erklärte Kappaurer ihren Rücktritt. Trotz der Probleme feierte sie 2014 den Junioren-WM-Titel in der Super-Kombination und wurde dreifache österreichische Meisterin im Riesenslalom. Elisabeth Kappaurer ist ein echtes Ausnahmetalent im alpinen Skisport. September 1994 im österreichischen Bezau/Vorarlberg, begann ihre sportliche Laufbahn im SC Bezau – dort legte sie den Grundstein für eine beeindruckende Karriere im Weltcup-Zirkus. Heute gehört Elisabeth fest zum Technikteam des Österreichischen Skiverbands und überzeugt mit explosiven Schwüngen, mentaler Stärke und beeindruckender Konstanz im Riesenslalom und in der Super-Kombination.
Die 30-Jährige habe sich einer weiteren Operation am lädierten linken Knie unterzogen, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch mitteilte. März 2018 stand Elisabeth Kappaurer zuletzt am Start eines Weltcuprennens. Danach folgte eine beinahe schon unglaubliche Verletzungsserie. Doch die 27-jährige Vorarlbergerin gab niemals auf — und wird nun belohnt.
Saisonende für Emily Schöpf nach schwerer Knieverletzung
Die in ihrer Skikarriere von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfene Bregenzerwälderin meldete sich mit Rang 14 als beste Österreicherin zurück. "Es war ein brutaler Fight von oben bis unten. Mir hat es getaugt, es war schwer, aber jetzt kann ich umso mehr strahlen." Nach dem Riesentorlauf in Sestriere hat es am Samstag nur wenig strahlende Gesichter im Lager der ÖSV-Frauen gegeben.
Paukenschlag: ÖSV-Star hört mit nur 31 Jahren auf
„Jetzt, wo ich mich final dazu entschieden habe, meine Karriere zu beenden, verspüre ich so etwas wie Erleichterung“, gesteht Magdalena Kappaurer. „Nach den Rennen in St. Lambrecht kurz vor Weihnachten habe ich über die Feiertage die Entscheidung getroffen. Es haben da mehrere Dinge zusammengespielt.“ Dass sie vom ÖSV keine Startplätze mehr für Europacuprennen bekommt, erfuhr sie allerdings erst, als ihr Entschluss bereits feststand.
Auch wenn ihr „letztes Mal“ verletzungsbedingt schon sechs Jahre her ist. „Egal, wie viel und gut du davor trainierst — du weißt nie, ob du wirklich parat bist“, sagt „Lisi“, die vorigen Samstag ihren 29. Geburtstag feierte und in 25 Tagen nach exakt sechs Jahren — verletzungsbedingter — Abwesenheit ihr Comeback am Rettenbachferner gibt. Kaum jemand hatte Elisabeth Kappaurer nach ihren schweren Verletzungen ein Comeback im Skiweltcup zugetraut. Doch die Vorarlbergerin gab nie auf, kämpfte sich zurück und fuhr im vergangenen Winter schon wieder in die Top 15.